Es gibt verschiedene chronische Schmerzarten
Es lassen sich verschiedene chronische Schmerzen unterscheiden, zu denen auch die nachfolgenden gehören:
- Nozizeptive Schmerzen: Die Schmerzen kommen von bestimmten Schmerzrezeptoren – den Nozizeptoren. Dies ist etwa bei Tumoren, Arthritis und bei Verschleiß des Bewegungsapparates der Fall.
- Dysfunktionale Schmerzen: Haben die Schmerzen keine erkennbare Ursache, spricht man von dysfunktionalen Schmerzen. Diese entstehen oft aufgrund von Verarbeitungsfehlern im Gehirn, für die es unterschiedliche Ursachen gibt. Ein gängiges Beispiel dafür ist das Reizsyndrom.
- Neuropathische Schmerzen: Hier entstehen die Schmerzen durch Reizungen oder Schäden an den Nerven, etwa durch Verletzungen, Stoffwechselstörungen oder Alkoholmissbrauch. Obwohl das Gewebe abgeheilt ist, kann der Schmerz bestehen bleiben. Ischialgie oder Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose sind gängige Beispiele.
Welche Symptome gehen häufig mit chronischen Schmerzen einher?
Zusätzlich zu Schmerzen leiden Menschen mit chronischen Schmerzen häufig auch unter folgenden Symptomen:
- Müdigkeit oder Erschöpfung
- Appetitverlust
- Angstzustände
- Depressionen
- Gewichtsverlust
- verringerter Sexualtrieb
Medikamente geraten bei chronischen Schmerzen an ihre Grenzen
Chronische Schmerzen lassen sich oftmals nicht mehr mit Medikamenten behandeln, da diese nicht mehr wirken. Es gibt einige spezielle Schmerzmittel, welche dann verschrieben werden, jedoch viele Nebenwirkungen mit sich bringen und daher nur für eine kurze Zeit genommen werden dürfen.
Deshalb rücken immer mehr alternative Möglichkeiten in den Fokus. Unter anderem werden deshalb viele Studien durchgeführt, die untersuchen, wie Cannabis bei chronischen Schmerzen wirkt und ob dieses eine lindernde Wirkung hat.