Depressionen

Medizinisches Cannabis bei Depressionen

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Wichtige Fakten auf einen Blick

Zu Depressionen

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden in Deutschland circa 4 Millionen Menschen an einer Depression. Neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs gehört diese psychische Erkrankung zu einer der Volkskrankheiten hierzulande. Unter denjenigen, die selbst noch nie an Depressionen litten, wird die Krankheit gerne als vorübergehende Traurigkeit oder schlechte Laune bezeichnet. Betroffene wissen jedoch, dass es viel mehr als nur das ist. Angesichts dessen sind sie permanent auf der Suche nach einer Lösung, um ihr Leiden zu beenden. Eine dieser Lösungen könnte Cannabis bei Depressionen sein.

Wichtige Fakten in Kurzform

  • Depressionen können in unterschiedlichen Arten und Schweregraden auftreten, was die Erkennung der Krankheit schwierig macht.
  • Erste Studien weisen auf eine positive Wirkung von Cannabis auf durch Depressionen verursachte Symptome hin, darunter Angstzustände und Schlafstörungen.
  • Die Studienlage ist noch nicht abschließend geklärt. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um unter anderem auch die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu erforschen.

Die typischen Symptome:

  • Konzentrationsschwierigkeiten und Entscheidungsprobleme
  • permanente Niedergeschlagenheit oder Gefühllosigkeit
  • kein Interesse mehr an sozialen Kontakten oder Aktivitäten
  • regelmäßiges Schuldgefühl
  • Körperliche Beschwerden, wie bspw. Muskelschmerzen ohne erkennbare Ursache
  • Gefühl wertlos zu sein
  • Unruhe, Angst hin zu Panikattacken
  • Ein- und Durchschlafprobleme bis hin zur Schlaflosigkeit
  • Selbstmordgedanken (bei schweren Depressionen)

Es können einzelne oder mehrere dieser Symptome auftreten, die über Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten können.

Was sind eigentlich Depressionen?

Bei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die in unterschiedlichen Schweregraden auftritt – von leichten bis schweren Episoden. Je nach Schweregrad schränkt die Erkrankung die Betroffenen in ihrem Alltag stark ein. Einige können nicht mehr zur Arbeit gehen oder trauen sich nicht, im Supermarkt ihre Alltagseinkäufe zu erledigen. 

Die Depression hat gleich mehrere Gesichter und verhält sich eigentlich bei niemandem gleich. Zusätzlich lässt sich diese psychische Erkrankung in unterschiedliche Arten einteilen, die beiden häufigsten sind die unipolare und die bipolare Depression. 

Die unipolare Depression zeichnet sich durch einzelne depressive Episoden aus. Die Betroffenen erleiden (oftmals) zeitlich beschränkte depressive Episoden, klagen ansonsten allerdings über keine Symptome.

In diesem Zusammenhang spricht man von einer rezidivierenden Depression, wenn Betroffene in einem Intervall wiederkehrende depressive Episoden erleben. Es geht ihnen teilweise monatelang gut, bevor eine depressive Phase eintritt. Die Gefühlslage wechselt.

Ein weiterer Sonderfall ist die Dysthyme-Störung. Die Betroffenen beklagen sich über einen Zeitraum von mindestens 2 Jahren über eine pausenlose gedrückte Stimmung, die phasenweise in eine depressive Episode ausartet.

Anders als die unipolare lässt sich die bipolare Depression nicht noch weiter in Unterkategorien gliedern. Sie zählt zu den manisch-depressiven Erkrankungen. Hierbei fliegen die Betroffenen in einem Moment auf Wolke 7, bevor sie kurze Zeit später weinend und teilweise von Selbstmordgedanken geprägt in Tränen ausbrechen. Die depressiven Episoden werden als wellenartig mit manischen Hochphasen beschrieben.

Das Krankheitsbild zeigt also viele Gesichter und eine Depression erlebt jeder Erkrankte anders. Eines haben sie alle jedoch gemeinsam – die Symptome. Hier zeichnet sich bei allen Betroffenen ein ähnliches Bild ab.

Wie wird eine Depression diagnostiziert?

Bei Verdacht auf eine Depression gilt der Hausarzt oder die Hausärztin als erste Anlaufstelle. Sie leiten Betroffene nach einer ersten Untersuchung an einen Psychotherapeuten oder eine Psychotherapeutin weiter. Je nach Situation kann er oder sie auch eine Überweisung zu einem Psychiater oder einer Psychiaterin ausstellen.

So sieht in etwa der Ablauf bis zur Diagnose aus:

  • Symptome erkennen: Eines oder mehrere der oben genannten Symptome müssen mindestens zwei Wochen lang anhalten, damit eine Depression diagnostiziert werden kann.
  • Gespräche mit Fachleuten: Mit unterschiedlichen Tests und Gesprächen können Fachleute herausfinden, wie schwer die Erkrankung ist und was sie ausgelöst haben könnte.
  • Andere Krankheiten ausschließen: Die behandelnden Fachleute unterziehen den Betroffenen unterschiedlichen körperlichen Untersuchungen, wie Bluttests. Durch die Tests vergewissern sie sich, dass die Symptome nicht durch einen Vitaminmangel (B-Vitamine, Vitamin D) oder durch eine andere Krankheit (Schilddrüsenunterfunktion) ausgelöst werden.

Wie entstehen Depressionen?

Die genaue Ursache dieser Krankheit ist bislang nicht final geklärt. Forscher*innen gehen jedoch von einem Zusammenspiel aus genetischen, biologischen, umweltbedingten und psychologischen Faktoren aus. 

Neben den genannten Faktoren gibt es auch noch spezielle Lebenslagen, die diese Erkrankung hervorrufen können. Wer beispielsweise den Verlust eines geliebten Menschen zu beklagen hat oder eine Krebsdiagnose erhält, hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken.

Unabhängig von der Ursache lassen sich Depressionen heutzutage gut behandeln – der Weg dorthin ist jedoch nicht immer einfach. Deshalb ist es wichtig, dass sich Betroffene so früh wie möglich in Behandlung begeben. Denn nur eine frühzeitige Diagnose hilft den Betroffenen, die Depression gut unter Kontrolle zu bekommen. 

Gemeinsam mit dem Arzt oder der Ärztin lassen sich dann unterschiedliche Therapieansätze ausarbeiten. So gilt beispielsweise medizinisches Cannabis zur Behandlung als eine interessante Option.

Benefits

Wichtige Fakten

Wie könnte Cannabis gegen Depressionen helfen? +

Englische Ärzte vermuteten bereits im 17. Jahrhundert eine positive Wirkung von Cannabis auf Depression. So untersuchte die Medizin auch in den vergangenen Jahrzehnten, ob und inwieweit sich der Konsum von Cannabis auf Depressionen auswirkt. Die bislang erreichten Ergebnisse reichten aus, um Cannabisblüten und -extrakte am 10. März 2017 in Deutschland als Arzneimittel anzuerkennen.

Besonders die in der Cannabispflanze enthaltenen Stoffe Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) spielen im Kampf gegen die Depression eine wichtige Rolle:

  • Cannabidiol (CBD): Cannabidiol gibt es in unterschiedlichen Formen, wobei besonders die Blüten- und Öl-Form als sehr beliebt gilt. Ihm sagt die Medizin eine beruhigende und angstlösende Wirkung nach. Sie vermuten, dass es die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn beeinflusst, wodurch es depressive Symptome lindert. Ein Cannabisöl könnte gegen Depressionen helfen, ohne dabei die psychoaktive Wirkung des THC zu entfalten. Besonders für Betroffene, die mit den psychoaktiven Effekten vom THC nicht zurechtkommen, eine interessante Option.
  • Tetrahydrocannabinol (THC): Laut dem aktuellen Wissensstand hilft THC dem Organismus dabei, mehr Dopamin zu produzieren. Dopamin wiederum wirkt stimmungsaufhellend, was Betroffenen in einer depressiven Phase helfen kann. Es sollte jedoch vorsichtig dosiert werden! Eine kleine Dosis THC verbessert die Stimmung, während eine zu große Dosis Ängste verstärken kann. Zusätzlich kann die Einnahme von Cannabis bei Personen mit einer Depression den Appetit steigern.

Beiden Stoffen werden jedoch noch weitere positive Wirkungen nachgesagt. So wirken sich beispielsweise beide entspannend auf die Betroffenen aus und bekämpfen somit Schlafstörungen, Unruhe oder auch Stress. 

Die Einnahme von Cannabis könnte Menschen mit Depressionen auch helfen, den sogenannten Grübelzwang oder den negativen Gedankenstrom zu kontrollieren. Aus einer gedrückten Grundstimmung kann so ein Gefühl von Euphorie entstehen. Die Einnahme bewirkt bei einigen Betroffenen eine Art Optimismus und Gelassenheit.

Kann sich die Depression durch die Einnahme von Cannabis auch verschlechtern? +

Ja, wie sich dies allerdings auswirkt, ist stark von der Person abhängig. So kann THC beispielsweise bei einigen Betroffenen Angstzustände bis hin zu Panikattacken auslösen. Zudem kann es sein, dass sich die durch die Depression verursachte Antriebslosigkeit durch den Konsum von Cannabis verstärkt. 

Wer negative psychische oder körperliche Symptome nach dem Konsum von Cannabis feststellt, sollte dies umgehend einem Arzt oder einer Ärztin absprechen. Bis dahin sollte der Konsum erst einmal eingestellt werden. Es bedarf wahrscheinlich einer Anpassung der Dosis und/oder der Sorte.

Welche Cannabis-Sorten helfen potentiell bei Ängsten und Depressionen? +

Die Wissenschaft vermutet, dass es mehr als 18.000 verschiedene Cannabissorten gibt, die sich teilweise in der Wirkung unterscheiden.

Nur einige Cannabis-Sorten sollen jedoch gezielt gegen Depressionen helfen können, darunter:

  • Royal Jack: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine Sativa-Kreuzung. Ihr Konsum kann stimmungsaufhellend wirken und das Energielevel steigern.
  • NTKush: Dieser Cannabis-Sorte wird eine angstlindernde Wirkung nachgesagt. Ihr Konsum kann beruhigend wirken und für eine mentale Ausgeglichenheit sorgen.
  • OG Kush: Diese Sorte ist für ihre stimmungsaufhellende und entspannende Wirkung bekannt. Sie verfügt im Vergleich zu einigen anderen jedoch über einen hohen THC-Gehalt.
  • Skywalker: Diese Cannabis-Sorte kann sich besonders gut auf durch Depressionen verursachte Schlafstörungen auswirken.
  • Amnesia Haze: Diese Cannabis-Sorte kann euphorisierend wirken und einen bei stressigen Gedanken herunterbringen.
Kann ich mir in Deutschland Cannabis gegen Angst und Depressionen verschreiben lassen? +

Ja, Du kannst Dir Cannabis in Deutschland verschreiben lassen. Hierzu ist jedoch vorab ein Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin nötig. Wer allerdings ohnehin von Depressionen geplagt ist, möchte nicht erst eine Arztpraxis aufsuchen. 

Anschließend erhältst Du das Cannabis-Rezept online und kannst es direkt bei uns einreichen.

Quellen:

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